Die Optimierung der Taktzeit ist eine häufige Herausforderung in jedem Produktionsprozess,
unabhängig von dessen Größe.
In der Regel existieren innerhalb der Produktionslinie ein
oder mehrere Engpässe. Die Optimierung dieser Bereiche reicht oft aus, damit die gesamte
Linie die gewünschte Taktzeit erreicht.
In der Automobilindustrie werden Fahrzeuge häufig zwischen verschiedenen
Transportsystemen übergeben.
Während dieses Prozesses müssen bewegliche
Komponenten, Überwachungssysteme sowie die Kommunikation mit übergeordneten IT-
Systemen korrekt synchronisiert werden, um einen reibungslosen Transport sicherzustellen.
Wenn in einem Werk ein Schwerlast EHB (Schwerlast Elektrohängebahn) als Teil der
Produktionslinie eingesetzt wird, stellt die Vorbereitung des Systems auf die Integration eines
neuen Fahrgestelltyps eine wiederkehrende Herausforderung dar.
Dies erfordert in der Regel
die Definition neuer Haltepositionen sowie die Anpassung der Hubhöhen an wichtigen
Punkten des Produktionsprozesses.
Bei CB Control Systems bieten wir professionelle SPS-Programmierdienstleistungen speziell für die Automobilindustrie an.
Unsere Ingenieure verfügen über umfassende praktische Erfahrung mit BMW GSC Standard– und Siemens-SPS–Plattformen und gewährleisten so, dass jedes Projekt höchsten Branchenstandards entspricht.
Wir sind in verschiedenen Bereichen tätig, darunter Automobilmontagelinien, Rohkarosserieprozesse, Materialhandhabung, Schweißsysteme und Roboterintegration.
Standort: Neckarsulm, Deutschland
Abteilung: Montagelinie
Plattform: WinMOD
Standard: S7 StaSoM v8.0
Standort: Greer, South Carolina, USA
Abteilung: Montagelinie
Plattform: WinMOD
Standard: TMO v3.11
Standort: Leipzig, Deutschland
Abteilung: Montagelinie
Plattform: WinMOD
Standard: TMO v3.9



Die Optimierung der Taktzeit ist eine typische Herausforderung in jedem Produktionsprozess,
unabhängig von dessen Größe. Bei AUDI Neckarsulm bestand ein Engpass zwischen zwei
Produktionslinien. Der normale Produktionsprozess, der als Taktfertigungssystem betrieben
wird, konnte die geforderte Zykluszeit im Pufferbereich nicht erreichen.
Bereits während der virtuellen Inbetriebnahme wurde das Problem frühzeitig erkannt. Da die
mechanische Anpassung noch nicht begonnen hatte, konnte der Produktionsprozess ohne
zusätzliche Kosten angepasst werden.
Durch umfangreiche Tests wurden verschiedene Ansätze zur Prozessverbesserung mithilfe
des virtuellen Modells bewertet, bevor die endgültige Lösung ausgewählt wurde. Die Lösung
bestand darin, einen zusätzlichen Haltepunkt zwischen den Pufferpositionen einzuführen.
Dieser Haltepunkt musste so nah wie möglich an der zweiten Pufferposition platziert werden, damit ein drittes Fahrzeug teilweise in den Pufferbereich einfahren konnte.
Anstatt zwei Fahrzeuge mit großem Abstand zueinander zu positionieren, können nun zwei
Fahrzeuge mit minimalem Abstand (ca. 20 cm) im Pufferbereich stehen, während ein drittes
Fahrzeug teilweise in den Pufferbereich einfährt. Dies reicht aus, um die gewünschte
Zykluszeit zu erreichen.
Durch den Einsatz des virtuellen Modells konnte die gesamte Prozessoptimierung ohne
Risiko einer Beschädigung der Anlage umgesetzt werden. Dies wäre nicht möglich gewesen,
wenn die Systemgrenzen direkt an der realen Anlage während der Inbetriebnahme getestet
worden wären. Zusätzlich wäre die Vorbereitung der Anlage für verschiedene Tests aufgrund
der begrenzten Platzverhältnisse sehr zeitaufwendig gewesen, während das virtuelle Modell
schnell und einfach angepasst werden konnte.
Eine der größten Herausforderungen in der Automobilindustrie entsteht, wenn ein Fahrzeug
von einer Transportstruktur auf eine andere übergeben werden muss. Bei BMW Leipzig
müssen Fahrzeuge von einem Schubplatten-Skid (Transportplattform) über einen Transfer-
Shuttle an ein anderes Produktionssystem übergeben werden. Dies ist eine komplexe
Aufgabe, da neben den bewegten Komponenten auch Überwachungssysteme wie Scanner
und Kameras sowie die Kommunikation mit übergeordneten IT-Systemen berücksichtigt
werden müssen. Alle Elemente müssen korrekt synchronisiert werden, um einen
erfolgreichen Transport sicherzustellen. Dies erfordert umfangreiche und wiederholte Tests,
um Softwarefehler zu identifizieren und zu beseitigen.
Für diese Herausforderung gibt es keine einzelne spezifische Lösung; vielmehr stellt sie
einen typischen Anwendungsfall für die virtuelle Inbetriebnahme dar. Die virtuelle
Inbetriebnahme ist besonders wertvoll, wenn ein Produktionsprozess umfangreiche Tests
erfordert, die während einer klassischen Inbetriebnahme aufgrund der Vielzahl beteiligter
Komponenten nur schwer oder sehr zeitaufwendig durchzuführen wären. Mithilfe des
virtuellen Modells können Ingenieure denselben Prozess wiederholt simulieren und
verschiedene Szenarien effizient testen. Dadurch können sie das Systemverhalten
beobachten und potenzielle Softwarefehler frühzeitig erkennen. Manche Fehler treten erst
nach Dutzenden von Zyklen auf und würden bei einer klassischen Inbetriebnahme
möglicherweise erst nach Produktionsbeginn entdeckt werden.
Durch den Einsatz der virtuellen Inbetriebnahme konnten die meisten Softwarefehler im
Zusammenhang mit dem Prozessablauf bereits vor Beginn der realen Inbetriebnahme
identifiziert und behoben werden. Dadurch wurden mögliche Anlagenschäden verhindert und
die Inbetriebnahmezeit deutlich reduziert. Eine kürzere Inbetriebnahmezeit verringert die
Produktionsstillstandszeiten und reduziert somit die Kosten für Nacharbeiten.
Wenn eine Anlage ein Schwerlast EHB (Schwerlast Elektrohängebahn) als Produktionslinie
verwendet, wie in unseren Projekten bei BMW Spartanburg und AUDI Ingolstadt, entsteht bei
der Einführung eines neuen Fahrzeugtyps stets eine besondere Herausforderung. Die
Schwerlast EHB-Infrastruktur bleibt unverändert, die Abmessungen des Fahrgestells können
jedoch variieren (länger oder kürzer). Daher müssen neue Haltepositionen an technischen
Stationen sowie neue Hubhöhen an Arbeitsstationen definiert werden.
Anstatt den traditionellen und sehr zeitaufwendigen Prozess durchzuführen, bei dem ein
Testfahrgestell auf das Schwerlast EHB gesetzt und die gesamte Produktionslinie im
Handbetrieb verfahren wird, um alle Positionen und Höhen festzulegen, kann ein digitaler
Zwilling des Produktionsprozesses genutzt werden.
Durch den Einsatz eines digitalen Zwillings können die erforderlichen Positionen und Höhen
wesentlich schneller definiert werden, ohne Produktionsausfälle zu verursachen, da die
Arbeiten im Büro durchgeführt werden können, ohne die laufende Produktion zu
unterbrechen. Ein weiterer Vorteil ist die frühzeitige Erkennung potenzieller Probleme und
deren Behebung, bevor sie an der realen Anlage auftreten können.





















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